BRUSTVERKLEINERUNG

Während einige Frauen nach der Entbindung und der Stillzeit eine Vergrößerung der Brust empfinden, leiden manche Frauen seit ihrer Pubertät unter zu großen Brüsten. Frauen mit übermäßig großen Brüsten (Gigantomastie, Brust - Hypertrophie) leiden häufig unter Rücken- und Nackenschmerzen, Rötungen und Juckreiz unter den Brüsten. Zudem sind psychische Probleme auch möglich. Ziel einer operativen Brustverkleinerung (Reduktionsmammoplastik) ist es der außer Form geratenen und erschlafften Brust eine natürliche, ansprechende Form zu geben. Abhängig von der verwendeten Technik kommt es zu verschiedenen Narbenbildungen. Diese anfänglich auffällige Narben werden im Laufe der Zeit verblassen. Die operative Brustverkleinerung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes beträgt 1–2 Tage.


BRUSTVERGRÖßERUNG (Brustimplantat)

Bei einer operativen Brustvergrößerung wird die Brust auf die gewünschte Größe gebracht, indem eine Silikonprothese in eine im Brustgewebe gebildete Implantattasche eingeführt wird. Je nach Zustand der Patientin kann eine gleichzeitige Bruststraffung erwogen werden. Die Positionierung der Prothesen erfolgt je nach Anatomie des Brustgewebes, Subglandulär unter die Brustdrüse, Subfaszial unter der Faszie oder Submuskulär hinter dem Muskel. An der Unterbrustfalte kommt es zu einer Narbenbildung von ca. 4-5 cm. Diese Narbe verblasst im Laufe der Zeit und verbleibt kaum noch sichtbar. Die operative Brustvergrößerung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes beträgt in der Regel 1 Nacht. Es wurde nachgewiesen, dass die heute verwendete Prothese keinen Krebs verursachen und nicht platzen. Bei der Brustvergrößerung mit einer Silikonprothese muss die Prothese während der Schwangerschaft nicht entfernt werden. Nach der Schwangerschaft kann jedoch eine Korrektur der Brustform erforderlich sein, da die Brust ihre Form verloren hat. Im Allgemeinen beeinträchtigt die Brustprothese die Stillfähigkeit nicht.


BRUSTSTRAFFUNG (Mastopexie)

Die Bruststraffung ist ein Verfahren zum Anheben und Straffen hängender Brüste. Die Operation wird abhängig vom Ausmaß des erschlafften Busens vorgenommen. Die Bruststraffung kann durch Neupositionierung des Warzenhofes, Bruststraffung durch Silikonprothese oder Entfernen überschüssiger Haut durchgeführt werden.


BRUSTVERKLEINERUNG BEIM MANN (Gynäkomastie)

Das hormonell bedingte Brustwachstum beim jungen Mann bildet sich nach Erlangen der Geschlechtsreife, in den meisten Fällen zurück. Eine Gynäkomastie tritt auf, wenn die Brust sich nicht von selbst zurückbildet und dauerhaft ist. Bei manchen Männern kann es, abhängig von verschiedenen Problemen, auch nach der Pubertät entstehen. Die Krankengeschichte sollte zusammen mit den Untersuchungen ausgewertet werden. Nach der Ultraschalluntersuchung wird die Struktur der Brust beurteilt. Die Operationsart richtet sich nach der Struktur der Brust. Die Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend.