BAUCHDECKENSTRAFFUNG (Abdominoplastik)

Es wird zur Korrektur von Erschlaffungen und Schwangerschaftsstreifen der Bauchhaut infolge von Schwangerschaften oder aufgrund einer größeren Gewichtsabnahme oder -zunahme durchgeführt. Bei dieser Operation werden überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt, der Nabel wird in die gestraffte Haut neu eingenäht und die Bauchmuskel werden repariert. Im Bereich eines Kaiserschnitts wird ein Einschnitt von ca. 25-30 cm vorgenommen. Oft wird sie zusätzlich zu einer Fettabsaugung (liposuction) je nach den Bedürfnissen des Patienten, vorgenommen. Diese Operation betrifft nur Haut und Fettgewebe, die Organe im Bauchraum werden nicht beeinträchtigt. Die Bauchdeckenstraffung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Es dauert in der Regel 3–4 Stunden und die Dauer des Krankenhausaufenthaltes beträgt 1 bis 2 Nächte. Ein Kompressionsmieder sollte während 2–3 Wochen nach der Operation getragen werden. Das Rauchen sollte 2–4 Wochen vor der Operation eingestellt werden. Man sollte in der ersten Woche nach der Operation eine Schonhaltung beim Gehen einnehmen. Für eine Schwangerschaft wird es empfohlen, dass mindestens 2 Jahre nach der Bauchdeckenstraffung vergangen sind. Nach einer Schwangerschaft ist es geeignet, 1 Jahr lang für eine Bauchdeckenstraffung zu warten.


FETTABSAUGUNG (Fettgewebe mit Vakuum-Verfahren vom Körper entfernen)

Bei einer Fettabsaugung handelt es sich um einen operativen Eingriff, bei dem überschüssige Fettzellen lokal mittels feiner Kanülen abgesaugt und entfernt werden. Es wird an vielen Körperregionen wie Bauch, Hüften, Beine, Knie, Taille, Rücken, Knöchel, Arme und Doppelkinn erfolgreich angewendet. Die Anzahl der Fettzellen im Körper von Erwachsenen ist konstant. Die Anzahl der Zellen ändert sich nicht durch Gewichtszunahme oder -verlust nur die Größe der Fettzelle ändert sich. Die Fettabsaugung ist keine Methode zum Abnehmen. Ziel ist es, die Fetteinlagerungen die durch Sport und Diät nicht abgebaut werden können zu entfernen, Wölbungen und Deformationen zu beseitigen und die Körperkontur zu korrigieren. Fettzellen, deren Volumen zugenommen hat, werden entfernt und somit die Anzahl der vorhandenen Fettzellen verringert. Die Operation kann je nach Umfang mit örtlicher Betäubung, Sedationsanästhesie, Spinalanästhesie oder Vollnarkose durchgeführt werden. Die Körperbereiche, an denen das Fett abgesaugt werden soll, werden mit einer Lösung aufgeschwemmt, was den Blutverlust verringert und die Entfernung der Fettzellen erleichtert. Anschließend werden die überschüssigen Fettzellen durch eine dünne Kanüle, per Unterdruck herausgesaugt. Maximale Menge für Fettabsaugung beträgt 3–5 Liter. Bei größeren Mengen sollten Maßnahmen ergriffen werden. Je nach der abgesaugten Menge kann der Patient am selben Tag entlassen werden oder einen Tag im Krankenhaus verbringen. Ein Kompressionsmieder sollte während 4-6 Wochen nach der Operation getragen werden. Nach dem Eingriff treten kaum Schmerzen auf. Diese können mit leichten Schmerzmitteln ausreichend unterdrückt werden. Unmittelbar nach dem Eingriff ist mit Schwellungen und Hämatome zu rechnen. Nach der Fettabsaugung können Unebenheiten an der Hautoberfläche entstehen die bis zu einem gewissen Grad durch Endermologie/Lipomassage korrigiert werden können. Sind größere Mengen an Fettabsaugung geplant, so sollte dieser Eingriff in zwei oder drei Sitzungen durchgeführt werden.


OBERSCHENKELSTRAFFUNG

Bei der Entfernung des Hautüberschusses aufgrund einer Gewichtsabnahme oder -zunahme oder aus anatomischen Gründen spricht man von einer Oberschenkelstraffung, auch Thigh-Lift genannt. Es kann auch mit anderen Operationen kombiniert werden. Oft wird zusätzlich eine Fettabsaugung vorgenommen. Die Narbe bleibt auf der Leistengegend beschränkt, kann jedoch aus der Unterwäsche und der Badebekleidung treten da sie mit der Zeit etwas herunterkommen kann. Es kann unter örtlicher Betäubung sowie unter einer Vollnarkose durchgeführt werden.


OBERARMSTRAFFUNG

Die operative Entfernung vom überschüssigen Haut- und Fettgewebe an der Innenseite des Oberarms wird als Oberarmstraffung (Brachioplastik) bezeichnet. Ist der Hautüberschuss an der Innenseite des Oberarms gering, kann diese durch eine Fettabsaugung korrigiert werden. Aber, wenn der Hautüberschuss zu groß ist, muss die Haut entfernt werden. Die Narbe verläuft entlang der entfernten Haut. Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt. In der Regel verbringt der Patient einen Tag im Krankenhaus. Nach dem Eingriff treten kaum Schmerzen auf. Obwohl es sich bei dieser Operation um Narbenbildung handelt, sind die Ergebnisse sehr zufriedenstellend.


INTIMÄSTHETIK

Große oder hangende äußere Schamlippen (Labium), können eine Belastung für Frauen jeden Alters werden. Es kann nach wiederholten Geburten oder bei jungen Mädchen auftreten, die nie geheiratet oder gebärt haben. Im Allgemeinen klagen Patientinnen über Reibung und vaginaler Ausfluss. Aufgrund der Verschlechterung des ästhetischen Erscheinungsbildes kann auch das Sexualleben beeinträchtigt werden. Die Operation kann unter Lokalanästhesie oder mit Sedierung erfolgen. Es dauert normalerweise 1 Stunde. Da resorbierbaren Fäden verwendet werden, treten nach der Operation mit Bezug auf Fäden keine Probleme auf. Der Heilungsprozess dauert ca. 1 Woche. Bei dieser Operation werden Jungfernhäutchen, Geburt, Orgasmus oder Geschlechtsverkehr nicht beeinträchtigt. Geschlechtsverkehr sollte die Patientin demnach in den ersten 4 Wochen nach der OP nicht ausüben.